Kennst du das auch? Du stehst vor dem Regal voller Gesichtscremes und hast keine Ahnung, welche die richtige für dich ist? Die Auswahl ist riesig, aber gleichzeitig lauern in vielen Produkten auch Inhaltsstoffe, die deiner Haut mehr schaden als nutzen können. Parabene, Nanopartikel oder Titanoxid sind nur einige der Stoffe, die auf Dauer problematisch sein können. Und wenn du empfindliche Haut oder spezielle Hautprobleme wie Rosacea, Akne, Ekzeme oder Schuppenflechte hast, wird die Suche noch komplizierter.
In diesem Artikel möchte ich dir helfen, die richtige Hautcreme zu finden, indem wir uns die Inhaltsstoffe genauer anschauen und Gesichtscremes für verschiedene Hauttypen vergleichen.
1. Titandioxid
Titandioxid ist ein weit verbreiteter Inhaltsstoff in Sonnenschutzmitteln und wird von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zugelassen. Der Stoff hat die wichtige Aufgabe, UV-Strahlung zu reflektieren und unsere Haut zu schützen. Das klingt zunächst einmal positiv, oder? Doch wie so oft gibt es auch hier einige Aspekte, die wir nicht ignorieren sollten.
Aktuelle Studien legen nahe, dass nanopartikuläres Titandioxid in die Haut eindringen kann. Es besteht die Möglichkeit, dass diese winzigen Partikel in unserem Körper möglicherweise gesundheitliche Probleme verursachen. Tierversuche haben sogar neurotoxische Wirkungen nachgewiesen, die mit ernsthaften Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson in Verbindung gebracht werden. (1) Zudem kann UV-bestrahltes Titandioxid reaktive Sauerstoffspezies erzeugen, die DNA schädigen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Das sind alles Aspekte, die wir berücksichtigen sollten, um die bestmögliche Hautpflege zu finden. (2)
2. Nanopartikel
Nanopartikel sind winzige Teilchen, die in vielen Kosmetikprodukten verwendet werden. Doch es gibt Bedenken: Besonders bei geschädigter Haut können sie in den Körper eindringen und in Zellen und Gewebe gelangen. Das birgt Risiken wie Entzündungen, oxidativen Stress oder Zellschäden. Tierversuche haben zudem gezeigt, dass das Einatmen von Nanopartikeln zu Entzündungen und sogar Lungentumoren führen kann. Auch Metalle wie Nano-Silber sind problematisch, da sie Bakterien resistent machen können, was die Wirkung von Antibiotika mindert. Da die Langzeitfolgen noch unklar sind, ist bei der Wahl solcher Produkte auf jeden Fall Vorsicht geboten. (3)
3. Parabene
Parabene sind Chemikalien, die in vielen Produkten wie Deodorants, Duschgels und Körpercremes als Konservierungsstoffe eingesetzt werden. Sie helfen, das Wachstum von Mikroorganismen zu verhindern und die Haltbarkeit unserer geliebten Produkte zu verlängern. Trotz ihrer weit verbreiteten Verwendung gibt es einige Bedenken zur Sicherheit von Parabenen. Tierversuche zeigen zwar, dass sie im Allgemeinen wenig toxisch sind und nicht als krebserregend gelten. In der EU gibt es sogar strenge Richtlinien, die vorschreiben, dass in einem Produkt maximal 8 Gramm Parabene pro Kilogramm enthalten sein dürfen.
Ein häufiges Thema, das aber immer wieder auftaucht, ist die hormonähnliche Wirkung von Parabenen, die im Körper wie Östrogene wirken können. Obwohl ihre hormonelle Aktivität in Labortests deutlich geringer als die natürlicher Hormone ist, lässt sich ein langfristiger negativer Einfluss auf den Körper nicht ausschließen. Hautcremes mit solchen Stoffen können den Hormonhaushalt stören und langfristig zu Gesundheitsrisiken wie Fruchtbarkeitsproblemen, hormonabhängigen Krebserkrankungen und Störungen des Menstruationszyklus oder Fettstoffwechsels führen. (4)
4. Triclosan
Triclosan wird häufig in Desinfektionsmitteln, Deos oder Fußpflegeprodukten eingesetzt, da es Bakterien und Pilze abtötet. Klingt erstmal nützlich, oder? Leider hat dieser Inhaltsstoff auch eine Schattenseite: Triclosan kann dazu führen, dass Bakterien resistent gegen Antibiotika werden – ein ernstzunehmendes Problem, wenn man bedenkt, wie wichtig Antibiotika für die moderne Medizin sind. Außerdem wurde der Stoff in den USA bereits verboten, da er nicht nur uns, sondern auch der Umwelt schadet. Auch andere Stoffe wie Butylparaben und Propylparaben sollten wir im Auge behalten, da sie hormonell wirken und somit das Gleichgewicht unseres Körpers stören könnten.
5. Mikroplastik und Silikone
Wer hätte gedacht, dass die kleinen Kügelchen in Peelings oder die seidige Textur von Cremes uns langfristig Probleme bereiten könnten? Mikroplastik wird Kosmetikprodukten oft hinzugefügt, um die Konsistenz zu verbessern oder für einen schönen Glanz zu sorgen. Doch da Kunststoffe nur schwer abbaubar sind, landen sie über das Abwasser in unserer Umwelt und schlussendlich in der Nahrungskette – und damit in unseren Körpern. Es ist erschreckend, dass bereits Mikroplastik im menschlichen Blut und in der Leber nachgewiesen wurde. Welche Folgen das für unsere Gesundheit hat, bleibt noch ungewiss.
Ähnlich verhält es sich mit Silikonen, die in vielen Kosmetikprodukten als Feuchtigkeitsspender oder Emulgatoren eingesetzt werden. Auch hier wird diskutiert, welche Auswirkungen diese künstlichen chemischen Verbindungen langfristig auf die Umwelt und uns haben könnten.
Achte beim Kauf von Produkten auf diese Bezeichnungen: Silikone (unter anderem: Dimethicone, Cyclomethicone, Polysiloxane, Phenyl Trimethicone), Polyethylene, Ethylene, Allyl Stearate, Polyurethane.
6. Duftstoffe
Wer mag es nicht, wenn eine Creme oder ein Shampoo angenehm duftet? Doch Duftstoffe bergen ein gewisses Risiko: Sie gehören zu den Inhaltsstoffen, die besonders häufig Kontaktallergien auslösen. Auch Reizungen der Atemwege können vorkommen. Wer also zu Allergien neigt, sollte lieber auf parfümfreie Produkte setzen. Typische Bezeichnungen für Duftstoffe sind zum Beispiel Benzyl Alcohol, Coumarin, Citronellol, Limonene und Anise Alcohol.
7. Emulgatoren
Emulgatoren wie Polyethylenglykole (PEG) sorgen dafür, dass sich Wasser und Öl in Kosmetikprodukten gut vermischen. Diese Stoffe beeinflussen nicht nur die Konsistenz, sondern auch, wie gut die Produkte in die Haut einziehen. Allerdings werden PEGs aus Erdöl gewonnen, was sie für die Haut nicht immer gut verträglich macht – Hautirritationen und eine gestörte Hautbarriere können die Folge sein. (5)
8. Retinol
Retinol, ein bekanntes Anti-Aging-Wundermittel, wird oft in Hautpflegeprodukten verwendet, um Falten zu reduzieren und die Hautstruktur zu verbessern. Es regt die Zellerneuerung an und fördert die Kollagenproduktion – das klingt erst mal großartig! Doch Retinol ist nicht für jeden Hauttyp ideal, vor allem nicht für empfindliche Haut.
Wenn du empfindliche Haut hast, kann Retinol eher problematisch sein. Es kann Rötungen, Trockenheit und Reizungen verursachen, besonders in den ersten Wochen der Anwendung. Empfindliche Haut reagiert oft stärker auf diese Inhaltsstoffe, da Retinol die Hautbarriere schwächen kann. Wenn du also zu Reizungen neigst, solltest du vorsichtig mit Retinol umgehen und es vielleicht ganz vermeiden oder niedrig dosierte Produkte wählen. (6)
Bei Hautproblemen wie Akne, Rosazea bzw. Rosacea, Schuppenflechte oder Ekzemen kann die Wahl der richtigen Creme einen großen Unterschied machen. Jede dieser Hauterkrankungen erfordert spezielle Pflege, die gezielt auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmt ist. Wir haben deshalb verschiedene Cremes verglichen, damit es dir leichter fällt, die passende Pflege zu finden. Ob beruhigend, feuchtigkeitsspendend oder entzündungshemmend – es gibt für jede Herausforderung die passende Lösung.*
Die Auswahl der richtigen Gesichtscreme kann angesichts der Fülle an Produkten und potenziell problematischen Inhaltsstoffen wie Parabenen, Nanopartikeln oder Mikroplastik eine echte Herausforderung sein. Gerade für Menschen mit empfindlicher Haut oder spezifischen Hautproblemen wie Akne, Rosazea, Ekzemen oder Schuppenflechte ist es besonders wichtig, die Inhaltsstoffe genau zu prüfen, um negative Auswirkungen zu vermeiden. In diesem Artikel wurden einige kritische Stoffe beleuchtet, die langfristig gesundheitliche Risiken bergen können, sowie Hautcremes für verschiedene Hauttypen und -probleme verglichen. Eine bewusste Produktauswahl, die auf deine individuellen Bedürfnisse der Haut abgestimmt ist, kann der Schlüssel zu einer gesunden und gepflegten Haut sein.
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Quellen:
(4) European Commission (2011). Parabene in Kosmetikprodukten.
(5) AOK (2023). Welche Inhaltsstoffe in Kosmetik schlecht für die Haut sind.
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